mit Wasser

Die Reinigung mit Wasser ist sicher die schonendste Methode. Man kann sowohl kaltes als auch heißes Wasser verwenden. Kaltes Wasser allerdings löst im Gegensatz zu heißem keine organischen Verschmutzungen. Etwas Schmierseife im Reinigungswasser kann nie schaden.

mit Säuren

Bei der Reinigung mit Säure werden säurehaltige Produkte (pH-Wert <7) verwendet. Sie vermögen anorganische Verschmutzungen (z. B. Zementschleier, Mörtelreste, Kalkablagerungen, Ausblühungen und Rost) zu lösen und zu entfernen. Niemals bei Marmor und Kalkstein anwenden! Zum Einsatz kommen: Flusssäure (HF), Salzsäure (HCl), Phosphorsäure (H3PO4), organische Säuren (z. B. Ameisensäure, Essigsäure, Zitronensäure), aber auch Hexafluorokieselsäure (H2SiF6) oder sauer reagierende Salze wie NH4HF2. Vorgangsweise: Mehrmals (großflächig) vornässen - absäuern mit verdünnter Säure - einwirken lassen - nachwaschen - mit klarem Wasser abspülen. Nachteile:

mit Alkalien

Bei der Reinigung mit Alkalien werden laugenhaltige Produkte (pH-Wert >7) verwendet. Sie vermögen organische Verschmutzungen (z. B. pflanzliche Öle, Fette, Pflegefilme, leichte Wachsfilme) zu lösen und zu entfernen. Alkalien eignen sich für die Anwendung bei säureempfindlichen Steinen, stark kalkgebundenen Steinen oder reinen Kalksteinen. Zum Einsatz kommen: Kalilauge, Natronlauge. Vorgangsweise: Mehrmals vornässen - aufbringen des Reinigers (1:10 bis 1:30 verdünnt) - nachwaschen - neutralisieren (mit verdünnter Salzsäure: VORSICHT!) - nachwaschen. Nachteil: unwirksam bei Zementschleier, Kalk, Rost

mit lösemittelhaltigen Produkten

Mit lösemittelhaltigen Produkten werden ebenfalls organische Verschmutzungen (z. B. Mineralöle, synthetische Fette, Harze, Klebstoffe, Teer, Wachsschichten, Farben) gelöst und entfernt. Nachteile:

mit Pasten

Mit Pasten werden spezielle Verunreinigungen wie z. B. Algen, Schimmel, Verfärbungen entfernt. Sie eignen sich insbesondere für die Anwendung bei dichten, nicht porösen Steinen, um Kalksinter, Gipskrusten, Rostflecken und Schleier, Farbschichten, Fett-, Öl- und Teerflecken zu beseitigen. Zum Einsatz kommen fettlösende Reinigungsmittel, Mittel zur Entfernung von Rostflecken (die zumeist Oxalsäure oder Phosphorsäure enthalten) und Reinigungspasten. Vorgangsweise: Paste mit einem Flächenstreicher, einem Lammfellroller oder einer Spachtel auftragen - einwirken lassen (5 Min. bis 3 Tage) - zusätzlich mit einer Wurzelbürste einarbeiten - vollständig abtrocknen lassen - mit einer Spachtel entfernen. Nachteil: Chemikalienrückstände können im Stein verbleiben.

Mechanische Reinigung

Unter mechanischer Reinigung versteht man die Überarbeitung der Steinoberflächen durch den Steinmetz (z. B. durch Sandstrahlen). Eine besonders schonende mechanische Reinigung erzielt man jedoch durch die Verwendung von Wirbelstrahl- oder Rotationsstrahldüsen (z.B.: JOS-Verfahren) unter Verwendung von besonders feinen Strahlmitteln wie z.B. Calcitpulver Nachteil: Substanzverlust